Jesper Munk

Es ist ein kalter Sonntagabend in Berlin. Während wir durch die Straßen laufen, auf dem Weg zum Privatclub in der Skalitzer Straße, können wir unseren Atem sehen und haben das Gefühl die Mate friert in unseren Händen ein. Dennoch sind wir voller Vorfreude auf das seit Monaten ausverkaufte Konzert von Jesper Munk. Der kleine Club füllte sich schnell und das Gefühl der Kälte war nur noch eine blasse Erinnerung. Die Leute standen dicht an dicht gedrängt, dennoch hatte die Stimmung etwas von einer gemütlichen Wohnzimmeratmosphäre. Das Publikum war bunt gemischt und machte ordentlich Stimmung als der Münchener mit seiner Band auf die Bühne ging.

Zwischen Anspannung und Vorfreude fanden wir dennoch ein paar Minuten um mit Jesper zu plaudern. Lest selbst wie es ihm als Wahlberliner bisher so erging und was er über die Musik als eine Art Selbsttherapie sagt.


Hey Jesper, das Konzert heute Abend ist ja schon fast ein kleines Heimspiel für dich. Seit mittlerweile einem Jahr wohnst du jetzt in Berlin. Wie hast du dich in dieser Zeit hier eingelebt ?

Dadurch das ich in letzter Zeit nicht mehr so viel unterwegs war, konnte ich mich sehr gut einleben und insgesamt ist Berlin die richtige Entscheidung gewesen.

Berlin ist ja nun auch eine sehr bunte und kreative Stadt. Ziehst du für deine Arbeit als Künstler Ideen und Inspiration aus diesem großen Angebot ?

Wenn man Input will, braucht man tatsächlich nur vor die Tür und einmal bis zur nächsten Ecke laufen. Es ist wahnsinnig viel mehr, als in München. Zuletzt hatte ich eine Schreibphase, in der ich mich total isolieren musste, von diesem „Berlin-Wahnsinn“. Die Stadt voller Spiegel irgendwie. Das klappt hier in jedem Fall auch sehr gut. Die Versuchungen sind hier trotzdem allgegenwärtig. Man sucht länger nach dem ruhigen Ort zum Schreiben, dafür mit mehr zum Erzählen.

Du schreibst zu deinen englischsprachigen Texten in deinen Songs auch noch Gedichte, welche du aber auf Deutsch schreibst. Nimmst du die Gedichte hin und wieder als Grundlage für die Songtexte oder andersrum ?

Nein. Das sind zwei verschiedene Dinge für mich. Ich habe auch schon seit längerem keine Gedichte mehr geschrieben. Das letzte vielleicht vor zwei, drei Monaten. Es wird immer weniger frequentiert derzeit.

Du hast mit 17 1/2 Jahren deinen ersten Song geschrieben und warst auf der Suche nach der Bedeutung von Gefühlen. Würdest du aus heutiger Sicht sagen, dass dir dies damit gelungen ist ? 

Definitiv! Es ist für mich die einzige funktionierende Form der Selbsttherapie.

Kann man im kommenden Jahr mit einem neuen Album von dir rechnen ? 

Ja auf jeden Fall! Ich bin schon fleißig am Schreiben und probiere hin und wieder auch schon neue Songs aus.

Hast du Kindheitsidole ? 

Ja – David Bowie!

Was war die letzte Platte die du dir gekauft hast ? 

Das müsste The Fat White Family mit ‘Songs for Our Mothers’ gewesen sein.

Wie wichtig sind dir deine Outfits ?

Aus musikalischer Hinsicht spielen sie keine Rolle. Ich versuche mittlerweile mehr darauf zu achten, die Kleidung komfortabel für mich zu wählen. Einfach damit ich mich wohl fühle. Auf der Bühne mag ich es eher schlicht.

Hast du ein Lieblingskleidungsstück mit dem gewissen Wohlfühlfaktor?

Mein Lieblingskleidungsstück ist diese Anzughose (zeigt auf seine schwarze Anzughose) und dieser Blazer.


Nach seinem Debütalbum ‘For in My Wat It Lies’ (2013) und ‘Claim’ (2015) dürfen wir uns 2017 also auf neue, fantastische Klänge Munks freuen. Tatsächlich konnten wir einigen dieser neuen Melodien bereits bei Jespers Auftritt am Sonntagabend lauschen und dürfen verraten das Warten lohnt sich.

stay tuned..

xx smoke and echoes

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