Milky Chance

‘(…) Zukunft, da gibt es nur Spekulationen aber nichts Genaues; und wenn man da war, geht man vielleicht anders mit dem Jetzt um.’ –

Was macht ihr an einem Freitag Nachmittag für gewöhnlich? – Wir waren Kaffee trinken mit Milky Chance und über was wir da so gequatscht könnt ihr hier nachlesen!


Milky-Chance-2webWelches Publikum habt Ihr lieber? Das in Deutschland oder das  in  Amerika, z.B. auf dem Coachella oder Westbury Festival?

Philipp: Also allgemein wir mögen Menschen (lacht), aber es ist mega cool, dass wir auch in Amerika und Australien spielen und dort Leute zu unseren Konzerten kommen. Und so einen großen Unterschied kann man da gar nicht so feststellen, da es ja beides so „westliche Länder“ sind. Wir könnten aber eigentlich auch mal vor Tieren spielen, jedoch mögen viele Tiere laute Musik nicht, dann spielen wir halt Akustik und unplugged für sie.

Was sind für Euch Platten, die in jeden Plattenschrank gehören?

Philipp: Also in meinen bescheidenen, kleinen „Plattenkasten“ gehören auf jeden Fall die Red-Hot-Chilli-Peppers, Ray, Jimmy Hendrix und Annenmaykantereit.
Clemens: Ich habe leider noch gar nicht so viele Platten, fange erst gerade an zu sammeln! Ich habe halt früher das Plattensortiment von meinen Eltern durchgehört. Mit 11 hab ich angefangen, da waren so die ganzen 60’er vorhanden wie z.B. Jimi Hendrix, Janis Joplin, Bob Dylan, Bob Marley, The Grateful Dead oder 10 Years After und sowas in der Art. Und auch so neue Sachen, so ein guter Mix eben.

Was hörst du denn grade so an neuen Sachen?

Clemens: Neu entdeckt habe ich grade Little Simz, eine britische Rapperin, die finde ich nice! Ansonsten aus dem 21. Jahrhundert z.B. Ben Howard, Tallest Man On Earth, Edward Sharp, Alabama Shakes.

Was inspiriert euch musikalisch gesehen für eure Musik am Meisten?

Clemens: Das ist eigentlich sehr bunt..
Philipp: Das ist schwer zu sagen.. da wir nicht nur Fans von einer Sache sind.
Clemens: Wir hören wir sehr bunt und machen sehr bunt!
Philipp: Genau! Und ich glaube das ist auch genau das was wir lieben. Ich denke dass auch genau dies der größte Einfluss ist, aus all diesen Kontroversen. Wenn es für uns gut klingt und es uns irgendetwas gibt, dann sind wir schon Fan davon.

Es heißt ihr hättet euer Debut-Album im Keller der Eltern aufgenommen und dann selbst veröffentlicht?

Philipp: Ja so war das, die ersten 2000 Auflagen haben wir tatsächlich selbst gepresst und  auch selbst eingetütet – schön mit einer Flasche Wein Abends. Die erste Distribution war damals mit Pias.

Bei dem 2. Album sollte eine Entwicklung stattfinden ohne dass sich dabei euer Stil verändert, habt ist das eurer Meinung nach geschafft und wenn ja, wie?

Clemens: JA zu 100%! Wir haben halt genau das gemacht was wir vorhatten.
Philipp: Wir haben die basis nicht verändert. Das Songwriting kommt immer noch von Clemens, wie auch beim ersten Album. Es ist rein von der Rhythmik her immer noch das ‘housige’, auch wenn da beim ein oder anderen Song schon leicht mit experimentiert wurde. Und ansonsten haben wir einfach in der Produktion die Möglichkeiten gehabt. Ein größeres Studio. Wir hatten viel mehr Möglichkeiten. Hatten einen Produzenten, der uns einfach auch nochmal andere Wege gezeigt hat, wie man Dinge aufnehmen kann. Wir haben viel mehr live eingespielt, der Sound ist glaube ich einfach anders. Ansonsten sind wir uns treu geblieben.

Was hat es mit dem Albumcover für ‘Blossom’ auf sich? 

Philipp: Als für uns feststand, dass das Album ‘Blossom’ heißen wird, fängt man ja an zu überlegen wie man dazu ein passendes Design findet. Wir wollten nicht gleich offensichtlich eine Blume nehmen und dann hat ein Freund von uns aus Kassel, der Moritz, einen Künstler gefunden, der 2 Stoffe in einer Petrischale reagieren lässt und dies dann mit dem Mikroskop fotografiert. Das fanden wir sehr interessant und faszinierend, 2 Dinge die aufeinander treffen und es passiert etwas Neues, das hat so etwas von „Aufblühen“. Wir haben dann mit dem Londoner Künstler Samuel Burginson weiter gesponnen und er hat dann die Globes gemacht.

Als deutsche Band internationalen Erfolg zu haben, ist ja heutzutage nicht so einfach. Gibt es deutsche Künstler bei denen ihr euch auch einen internationalen Durchbruch vorstellen könnt?

Philipp: Es ist jetzt zwar etwas spät aber ich hätte es mir immer für die Beatsteaks gewünscht (lacht), aber Annenmaykantereit hat auf jeden Fall Potential.

Wart ihr auf internationale Erfolge aus? 

Clemens: Wir wollten eigentlich nur in Hessen touren (lacht ironisch). Wir haben noch nie viel Deutsch gehört und unsere Songs immer schon auf Englisch geschrieben.
Philipp: Trotzdem war die Enscheidung ins Ausland zu gehen nicht gerade leicht für uns, vor allem nach Amerika, das war alles ungeplant; also nicht das große Lebensziel.

Der Erfolg kam ja über Nacht und ihr musstet daraufhin euren VW Bus verkaufen mit dem ihr eigentlich reisen wolltet. Jetzt könnt ihr mit eurer Musik reisen, gibt es Orte die euch besonders fasziniert haben oder Orte zu denen ihr unbedingt wollt?

Philipp: Wir sind große Neuseeland Fans, es ist einfach schön dort, auch in Südafrika  haben wir gespielt und dort sind wir länger geblieben als geplant und Amerika hat Landschaftlich wirklich viel zu bieten.

Hab ihr Wunschziele?

Philipp: Ja! Wir würden gern mal nach Südamerika und dort probieren wir auch grade alles möglich zu machen, um uns das bald zu erfüllen!

Milky-Chance-4webWenn ihr eine Zeitreise machen könntet, würdet ihr in die Zukunft oder die Vergangenheit reisen, oder seid ihr mit der Gegenwart zufrieden? 

Clemens: In die Zukunft, da gibt es nur Spekulationen aber nichts Genaues; und wenn man da war, geht man vielleicht anders mit dem Jetzt um. Aber in die Vergangenheit zu reisen und zu sehen wie es wirklich war und was von den Erzählungen stimmt, wäre auch interessant.
Philipp: In die Vergangenheit, so vielleicht 70er oder 80er. Aber man sollte auf jeden Fall immer im Hier und Jetzt bleiben.

Wie wichtig ist euch Mode?

Clemens: Mode ist ein Ausdruck der eigenen Persönlichkeit. Zum Ausdruck zu bringen wie man sich fühlt.
Philipp: Für uns ist Mode nicht unbedingt ein künstlerischer Ausdruck, wir tragen das worin wir uns wohl fühlen und was uns persönlich gefällt. Vergleichbar mit jemandem der sich nicht so mit Musik auskennt, sie aber trotzdem gern hört.

Habt ihr ein Lieblings Kleidungsstück? 

Clemens: Ich habe eine Lieblingshose, die ist aber leider grade kaputt gegangen… aber das Lieblingsteil wechselt ja auch Phasenweise.
Philipp: Ich hatte auch schon crazy Phasen. Mit 14 hab ich Schlaghosen getragen. Das war krass!
Clemens: Ich hatte mal so mega den Hip Hop Style. Also so mit Cappy und langem T-Shirt und Baggy Pants. Und das war alles immer farblich abgestimmt, die Cappy hat immer zum T-Shirt gepasst.

Habt ihr Dinge die auf euren Reisen nicht fehlen dürfen?

Philipp: Buch, Notizblock und den Kulturbeutel.
Clemens: Aber nicht so etwas wie Talismänner.

Musik ist …?

Philipp: SPITZE!
Clemens: WAHRHAFTIG.

Auf einer Skala von 1 -10 wie gern gebt ihr Interviews?

Clemens: Tagesformabhänig zwischen 2 und 8… heute war ne 7-8 (lachen).


Mit dieser Bewertung in unseren Notizheften schlürften wir zufrieden unseren Kaffee aus und bedankten uns bei Clemens und Philipp für den interessanten Plausch. Wenn ihr die Band live erleben wolltet solltet ihr mal auf ihrer Website vorbeischauen, dort findet ihr alle Tourdaten und vieles mehr.

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