COMA

Coma – Ein DJ Duo aus Köln, bestehend aus Marius und Georg, dass es aus der Karnevalshochburg raus in die Welt geschafft hat. Die Musik verbindet die beiden schon seit vielen Jahren. Vom Indie entwickelten sie sich insbesondere in Köln immer mehr in die elektronische Richtung. Verspielte Rhythmen und treibende, melodiöse Synthesizer sind charakteristisch für die Musik der beiden. Nach einigen Releases und jeder Menge Gigs hatten wir beim MELT Festival 2016 die Gelegenheit die beiden zu treffen und für euch zu interviewen.


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Hallo Jungs, stellt euch den Lesern doch zuerst einmal vor. Wer seid ihr und wo kommt ihr her? 
Georg:
Wir sind Coma aus Köln. Ich bin Georg und das an meiner Seite ist Marius.

Woher stammt der Name Coma ? 
Marius:
Es war zuerst nur so ein Nebenprojekt, weil wir damals mehr Indie mit Band etc. gemacht haben. Coma war der Arbeitstitel und etablierte sich dann, als wir die erste Platte rausgebracht haben. Jetzt müssen wir halt nur damit leben, dass es 17 verschiedene Coma auf der Welt gibt (beide lachen ).

Wo habt ihr euch kennengelernt und wie seid ihr zur Musik gekommen? 
Marius:
Wir kennen uns schon ewig. Seit der Schule tatsächlich und nach dem Abi landeten wir dann beide zufällig in Köln. Mittlerweile sind wir seit 12 Jahren dort wohnhaft und haben einfach nie aufgehört zusammen Musik zu machen. Die Stadt hat uns in der Richtung definitiv sehr beeinflusst. Wir haben uns dort immer weiter weg vom Indie und hin zur elektronischen Musik entwickelt. Weniger Gitarren und Bässe – Mehr Computer und Synthesizer.

Wolltet ihr denn schon immer Musiker werden, oder gab es auch mal andere Berufswünsche? 
Marius:
Mhhh vielleicht irgendwann mal Lokführer oder so… (lacht). 
Georg:
Wir haben es uns nicht zum Ziel gemacht. Es hat sich einfach so ergeben. In Köln hatten wir ein paar rentable Gigs und nach diesen dachten wir uns einfach, dass wir an einem Punkt angekommen sind, an dem wir es einfach mal versuchen. Damit sind wir dann immer mehr in die Clubszene gerutscht und haben dann über das Label Kompakt unsere ersten Releases gehabt. Daraus ergaben sich dann auch immer mehr Auftritte und weltweite Aufmerksamkeit.

In welchen Ländern konnte man euch den bisher schon sehen? 
Marius:
Eigentlich auf allen Kontinenten außer Afrika. Wir waren sehr viel unterwegs, insbesondere dadurch, dass Kompakt ein International etabliertes Label ist. Uns wurde es nur irgendwann etwas zu viel nur in Clubs zu spielen, da wir wie gesagt vorher im Indiebereich als Band unterwegs waren. Darauf hatten wir auch immer große Lust . Im Studio mit echten Instrumenten arbeiten usw.. Deswegen waren wir sehr froh darüber, auf den Festivals auch teilweise wieder mit echten Drummer zu arbeiten und einen Mix zu schaffen, zwischen der elektronischen Musik die wir machen und dem Spirit, den wir aus unserer Zeit als Band mitnehmen.

Ihr sagt ihr kommt aus der Indierubrik und seid nun eher elektronisch beheimatet. Wodurch lasst ihr euch beeinflussen und inspirieren? 
Georg:
Vorreiter was den Mix aus Indie und Elektro angeht waren für uns auf jeden Fall Hot Chip. Die haben recht früh gezeigt, dass sich diese beiden Genres sehr gut miteinander verbinden lassen. Das man auch im Bandrahmen super elektronische Musik produzieren und umsetzen kann. 
Marius:
The Notwist und diese ganze Indietronic Sparte hat uns auf jeden Fall auch sehr inspiriert. Es gab halt diesen Punkt, an dem Bands die wir cool fanden immer elektronischer geworden sind. Uns hat es dann direkt noch weiter in die clubtaugliche Richtung gezogen, was sich aber einfach durch Zufall so ergeben hat. Die elektronische Szene in Köln ist halt recht klein und als diese uns als freshen Einfluss ausgemacht hat, waren wir auf einmal mittendrin.

Wie geht es euch mit dem oftmals sehr stressigen Tourneen? 
Marius:
Naja anfangs waren wir halt wie gesagt hauptsächlich in Clubs unterwegs. Da ist man dann nur an den Wochenenden unterwegs und die restliche Zeit zu Hause. Dabei ist man nicht wochenlang am Stück unterwegs und dennoch kann es mit der Zeit recht anstrengend werden. An sich klingt es cool an all diesen verschiedenen Orten zu sein, allerdings hat man nicht viel davon, wenn man immer nur nachts vor Ort ist und dann direkt wieder los muss .

Was sind unverzichtbare Inhalte in euren Koffern auf Tour?
Georg:
Wir haben seit kurzem noise cancelling headphones, die die Umgebungsgeräusche erstklassig dämmen. Die sind wirklich sehr angenehm wenn man im Flieger ist . 
Marius: 
Die Geschichte dahinter ist, dass ich das ganze angefangen habe, als total bescheuerten Affektkauf im Flugzeug. Letztendlich muss ich aber sagen, dass es der beste, bescheuerte, spontan Einkauf war, den ich je gemacht habe. Die Teile machen das Reisen viel angenehmer.

Wenn ihr euch einen Song aussuchen müsstet, den ihr auf eine einsame Insel mitnehmt, welchen würdet ihr auswählen? 
Marius:
Wow … Das ist wirklich hart. 
Georg:
Es müsste halt einer sein, den man 100 Jahre im Loop hören kann, ohne das er einem auf die Nerven geht. 
Marius:
Einfach Daft Punk – Make Love und dann im Loop (beide lachen). Es ist halt sowieso nur ein Loop, der so unaufdringlich ist, dass man ihn die ganze Zeit laufen lassen könnte.

Was war die letzte Platte die ihr euch gekauft habt? 
Marius:
Ich habe mir neulich tatsächlich ein Reissue von Pet Sounds (Beach Boys) gekauft. Ich glaube das müsste die letzte gewesen sein. 
Georg:
Ich glaube bei mir war es Currents von Tame Impala.

Ihr selbst habt ja nun auch schon einige Platten released. Uns ist dabei ‘In Technicolour’ besonders ins Auge gestochen. Wie kam die Idee für das Cover zustande? 
Georg:
Das war eine Kooperation mit Siggi Eggertson, einem isländischen Künstler . Wohnhaft ist er in Berlin und es war seine Idee, die Platte hologramartig zu gestalten, wovon wir direkt sehr begeistert waren.

Ihr wart auch schon gemeinsam mit Roosevelt auf Tour. Wie hat sich diese Zusammenarbeit ergeben? 
Georg:
Wir kennen uns auch schon länger aus dem Kölner Umfeld und haben auch schon gemeinsam Musik gemacht. Auf dem In Technicolour Album hat er bei einem Song auch musikalisch mit uns zusammengearbeitet.

Habt ihr musikalische Vorbilder oder Idole?  
Marius:
Zwei Künstler die ich besonders bewundere sind Damon Albarn ( Blur, Gorillaz) und James Murphy (LCD Soundsytem). An Damon Albarn beeindruckt mich immer wieder, wie viel Output er in seinen diversen Projekten verarbeitet. Auch wenn ich nicht alles was er macht mega abfeiere, gibt es in meinen Augen nichts schlechtes von ihm und das ist schon eine große Leistung. James Murphy mit LCD Soundsystem ist für mich halt die perfekte Mischung aus tanzbarer Clubmusik und Pop, was ich sehr inspirierend und beeindruckend finde. Die bringen auf den Punkt was wir und viele andere auch versuchen bzw. versuchen weiterzuentwickeln.

Habt ihr Lieblingsteile in eurem Kleiderschrank ? 
Georg:
Ich habe hier auf dem MELT eine costumized Levi´s Jacke bekommen. Ich denke die hat definitiv potential mein neues Lieblingsteil zu werden. 
Marius:
Ich mag den Pullover den ich anhabe sehr gern. Den hab ich vor einigen Wochen auf einem Flohmarkt gekauft. In einer Boutique habe ich dann gesehen, dass diese Stricksachen jetzt offensichtlich wieder voll gefragt sind. In jedem Fall fühle ich mich super wohl darin.


Vielen Dank für eure Zeit und die tollen Antworten! Coma gehen bald auf ihrer erste eigenen Headline Tour. Tourdaten findet ihr auf ihren Kanälen, die wir unten für euch verlinkt haben.

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http://www.facebook.com/comacologne

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