Roosevelt

Gestern noch auf dem Cover des INTRO-Magazins und heute vor unserer Polaroid-Kamera – ROOSEVELT. Am 19. August 2016 erscheint ROOSEVELT’s gleichnamige Debütalbum, auf dem seine bereits bekannten Club Pop Hymnen wie ‘Sea’, ‘Night Moves’ und ‘Colours’ zu finden sind. Wer also bisher gedacht hat der Pop sei nicht mehr neu zu erfinden oder gar vorbei, der wird spätestens jetzt wachgerüttelt, denn ROOSEVELT hat es mit seinem Debütalbum geschafft, den Pop auf ein neues Level zu heben. Zwischen tanzbaren Melodien und einprägsamen Lyrics, schafft er den perfekten Ausgleich mit ruhigeren, nahezu tiefenentspannt wirkenden Klängen.

Nach seinem mitreißenden Auftritt auf der Medusa Stage auf dem Melt! Festival 2016 haben wir den jungen Künstler Marius Lauber aka ROOSEVELT getroffen und mit ihm etwas über seinen Werdegang, seine Inspirationen und den Inhalt seines Koffers geplaudert. Aber lest doch selbst wen er als Stil-Ikone bezeichnet und wie es zu seinem Künstlernamen kam.


roosevelt-6webHey Marius, stell dich unseren Lesern zuerst einmal vor – Wer bist du? Wo kommst du her?
Ich komme aus dem beschaulichen Viersen am Niederrhein, wohne jetzt seit 6 Jahren in Köln. Unter dem Namen Roosevelt produziere und veröffentliche ich seit 2012 Musik.

Wie kam es zu deinem Künstlernamen ROOSEVELT?
Mein erstes Konzert in Köln war gebucht, bevor ich einen Künstlernamen hatte.. Da schnell etwas her musste und ich gerade eine Dokumentation über die Pioniere Amerikas gesehen habe, entschied ich mich für ‚Roosevelt‘ – zunächst als Arbeitstitel. Mir gefiel der Name aber eigentlich immer mehr und so kam es nie zu der geplanten Änderung.

Wie bist du zur Musik gekommen und in was für Genres hast du dich schon bewegt?
In meinen Teenager-Jahren war ich eher in Gitarrenbands unterwegs: Alles von Classic-Rock Covern bis zur Indie-Pop Formation. Mit meinen Umzug in meine erste Wohnung in Köln, fing ich an mich mehr mit elektronischer Musik zu befassen. Plötzlich legte ich als Resident auf verschiedenen Parties auf und war sehr gefesselt von der anderen Dynamik, die in einem Club bei elektronischer Musik entstehen kann.

Wie kam es, dass es dich vom Indie in die elektronische Richtung gezogen hat?
Das physikalische Element, diese Energie die bei elektronischer Musik freigesetzt wird, war sehr aufregend und neu für mich. Trotzdem versuche ich auf meinem Album mich nicht klar für ein bestimmtes Genre zu entscheiden.. Ich würde nicht behaupten, dass ich klar in der elektronischen Szene unterwegs bin, ganz im Gegenteil: Im Studio glich der Aufnahmevorgang eher der einer Rockband – Das Fundament für die meisten Tracks besteht aus live eingespielten Drums, Bässen und Gitarren.

Was ist das Verrückteste, das dir bisher auf Tour passiert ist?
Letztes Jahr in Jakarta sind uns 20 Fans erst zum Bus und dann bis vors Hotel gefolgt – das war definitiv die absurdeste Situation in der ich jemals auf Tour war. Sobald du als US-Amerikaner oder Europäer dort spielst, denken die Leute du bist ein Weltstar, egal ob sie Lieder von dir kennen oder nicht.

Gibt es eine Lieblings-Location/Venue oder Orte/Plätze, an denen du gerne bist?
Mehrere:
Amsterdam – Paradiso
Barcelona – Nitsa/Apolo
Köln – King Georg

Von welchen Künstlern lässt du dich derzeit oder generell inspirieren?
Auf Festivals sieht man sehr viele andere Bands, da kann einen ein bestimmtes Bühnen-Setup oder etwas von der Technik schon mal sehr inspirieren. Als wir in Barcelona auf einem Festival mit LCD Soundsystem gespielt haben, ist mir zum Beispiel wieder aufgefallen, wie wichtig es ist selbst auf großen Bühnen sehr eng zusammen zu stehen, um so präzise und energisch wie möglich zu spielen.

Welche EP hast du dir zuletzt gekauft?
Shallou – Heights
Spitzen Typ, nehmen wir im September als Support mit auf unsere Nordamerika-Tour.

Favorisierst du irgendwelche Brands oder Labels?
Ich schaue weniger nach Brands sondern versuche eine klare Linie in meinen Outfits zu beachten. Da ist es dann egal ob neu, alt, teuer, billig, oder auch 2nd Hand.

Woher holst du dir Inspirationen für deine Outfits?
Mein Outfit war eigentlich nie großer Bestandteil von Roosevelt – wir haben ja zum Beispiel auch keine speziellen Bühnenoutfits. Trotzdem inspiriert mich der sehr simple Popper Stil aus den frühen 80er Jahren.

Hast du ein Lieblingsteil in deinem Kleiderschrank?
Meine original Nike 80er Starterjacke des olympischen Basketball-Teams!

Gibt es eine Person, die du als Stil-Ikone bezeichnen würdest?
David Bowie! Vielleicht ausgenommen seine 90er Kinnbart-Phase. Aber wie er sich durch die 70er und 80er hinweg stets neu erfunden hat, und Mode auf so eine unaufgeregte Art in seine Bühnenpräsenz hat einfließen lassen, inspiriert mich sehr.

Wenn du auf die letzten 100 Jahre zurück blickst, welches Jahrzehnt würdest du vom Stil und der Attitude am Liebsten selbst einmal miterleben?
Ganz klar: 1975 – 1985.

Was packst du in deinen Koffer wenn du auf Tour gehst?
Bomberjacke
Frisch aus der Reinigung: Weißes Hemd, Schwarzes Hemd
Weißes T-Shirt
Frische Socken
Frische Boxershorts
Deo
Zahnbürste
Gaffatape
Kopfhörer


Vielen Dank für das tolle Interview, Marius! Unser absoluter Geheimtipp ist der ROOSEVELT-Remix von von Sundara Karma’s Single ‘Flame’, den ihr euch hier anhören könnt.

Stay tuned..

xx Jules & Christian

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